Vogelgrippe: Wer steckt wen an? – Umfassende Aufklärung gefordert

17. November 2025

Die derzeit grassierende Vogelgrippe in ihrer hochansteckenden Form H5N1 hat sich in den letzten Wochen rasant ausgebreitet und wurde auch in NRW und mittlerweile im Münsterland nachgewiesen. 

Der NABU fordert dringend, umfassend zu erforschen, auf welchen Wegen sich das Virus unter Wildvögeln und den Tieren in Geflügelfarmen verbreitet. „Anzunehmen, dass die Infektionswege eine Einbahnstraße sind, wäre naiv. Wo Viren hineingelangen und sich vermehren, also in die Geflügelhaltungen, können Viren ebenso herausgelangen – in andere Haltungen oder in die Natur“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger zum jüngsten Ausbruch der Vogelgrippe. So schließe auch das Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) Übertragungen aus Geflügelhaltungen auf Wildvögel nicht aus – möglicherweise über Entlüftungsanlagen oder ausgebrachte Geflügeldung auf die Felder. 

Um das Virus eindämmen und weitere Mutationen sowie Rückinfektionen auf Wildvögel verhindern zu können, müsse jetzt entsprechend gehandelt werden. „Bisher stehen wir den anhaltenden Virusmutationen hilflos gegenüber. Von Jahr zu Jahr sind immer mehr Vogelarten betroffen“, so Krüger. Für Vögel wie den Kranich könne das Virus verheerend sein; die Verluste seien z.Zt. nicht abzuschätzen.

Der NABU Brandenburg hat daher eine Petition gestartet, mit der eine transparente und öffentliche Aufklärung der Ursachen für das Infektionsgeschehen gefordert wird. Die BUND-KG Münster unterstützt diese Petition ausdrücklich. 

 

Zur Petition:

https://weact.campact.de/petitions/geflugelindustrie-bedroht-kraniche?share=2f453d26-2a7d-4e66-8dbc-5d838e3f51f5&source=email&utm_medium=recommendation&utm_source=email

 

Zum NABU-Beitrag:

https://www.nabu.de/news/2025/10/36681.html

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