11. Juli 2020

15 Gründe gegen den Ausbau der B51

 

 

Die Umwelt- und Naturschutzverbände Münsters lehnen das Projekt in der vorgelegten Form aus folgenden Gründen strikt ab:

 

  1. 4-streifiger, autobahngleicher Ausbau als Beton- und Asphaltmonster, eine Fortsetzung der gigantischen Anbindung Umgehungsstraße / Warendorfer Straße / B 481 n.
  2. Abbinden der bisherigen Zufahrten, stattdessen autobahngleiche Zufahrten, dadurch Zerstörung der bisherigen Wegeverbindungen mit Nachteilen für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung und die sozialen Kontakte
  3. Umfangreiche Baumfällungen und Beseitigung anderen Bewuchses
  4. Schädigung der Lebensräume von Tieren und Pflanzen
  5. Zerstörung von Gebäuden, u. a. des Ausflugslokals Hubertushof
  6. Flächenversiegelung auf Kosten der Landwirtschaft und des Erholungsgebiets, durch den Ausbau selbst und durch Ersatzstraßen. Wegen der Notwendigkeit, Ersatzstraßen zu bauen, handelt es sich praktisch um einen fünfstreifigen Ausbau.
  7. Eingriffe in die Gewässerbereiche von Werse und Graelbach
  8. Drei große Querbauwerke als Zerstörung des Landschaftsbilds
  9. Zunahme von Luftverschmutzung und Lärm
  10. Verstärkung der Trennungs- und Zerschneidungswirkung der B 51
  11. Teilzerstörung des Prozessionsweges als eines alten Kulturgutes
  12. Klimapolitisch und verkehrspolitisch völlig verfehlt: Dem Pkw- und Lkw-Verkehr wird weiterer Auftrieb geben. Münster wird mit weiterem MIV belastet, obwohl das Gegenteil angestrebt wird und wünschenswert ist; deshalb sind die Pläne ein schwerer Rückschlag für die Verkehrs- und Klimapolitik Münsters.
  13. Der Straßenausbau wird die erwünschte stärkere Aktivierung der parallelen Bahnstrecke bremsen.
  14. Das Verkehrsgutachten 2018 beruht auf ungesicherten Annahmen. Es müsste fortgeschrieben werden und berücksichtigen, dass möglicherweise das Arbeiten im Homeoffice und die geschäftlichen Kontakte per Video/Audio zunehmen, so dass zu den Stoßzeiten bis 40 % weniger Pendler unterwegs sind. Auch auf andere mögliche Änderungen im Verkehrsverhalten geht das Gutachten nicht ein, sondern schreibt die bisherige, autozentrierte Verkehrspolitik einfach fort. Auf S. 18 verweist es auf die Verkehrszunahme als Folge des Ausbaus, begründet den Ausbau also mit sich selbst.
  15. Das Projekt stammt aus dem letzten Jahrhundert und hat keinen Bezug zu den Mobilitätsanforderungen der Gegenwart und Zukunft.


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